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Von Brigitta Klose

 
Christiane Eisler-Mertz: 
"Vom Saulus zum Paulus - Bernd A. Mertz und sein Weg zur Astrologie" 

Chiron-Verlag 1998, Mössingen 
ISBN 3-925100-34-2 

Buchbesprechung aus: "Hamburger Hefte" 4/98 
 

 

 

 

In Hamburger Heft 1/98 stellten wir Bernd A. Mertz' letztes Buch "Venus und Merkur als Morgen- und Abendstern im Horoskop" vor, in dem er versucht, alte Weisheiten wieder ins Gedächtnis zu rufen und zu mahnen, die Zeichen am Himmel als Bildersprache zu lesen und zu verstehen. 
Inzwischen erschien der Rückblick seiner Frau, Christiane Eisler-Mertz, auf die gemeinsamen Jahre und die - langsame - Entwicklung vom leicht amüsierten und keineswegs gläubigen Betrachter astrologischer Aussagen zum engagierten Verfechter der Lehre. 

Das Buch beschreibt sehr ehrlich und anrührend, aber auch humorvoll die Geschichte eines Lebens mit seinen Hoffnungen und Wünschen, die zunächst in ganz andere Richtung wiesen, nämlich eigene Theaterstücke zu schreiben, Regie zu führen, am Rundfunk zu arbeiten. 

Erst durch den Auftrag eines Berliner Senders, eine Sendereihe über Astrologie zu konzipieren, wurde er angeregt, sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen. Er bereitete sich gewissenhaft durch das Studium vieler Bücher vor. Frau Eisler-Mertz: "Seinem Gerechtigkeitssinn schien es nun nicht mehr vertretbar, sich über eine Sache nur ironisch und abwertend zu äußern. Es gehörte schon Mut dazu, der Redaktion die Einwände vorzutragen, daß man doch auch die Kehrseite der bespöttelten Medaille zeigen müsse." 

Damit verlor er den Auftrag, was in den damals kargen Zeiten schmerzte. Die Astrologie ließ ihn aber von nun an nicht mehr los, auch wenn sie noch lange nicht zu seinem Lebensinhalt wurde. 
Das Ehepaar arbeitete weiter im Funk, auf der Bühne und im Fernsehen. Etwa 10 Jahre später - 1970 - schrieb er sein erstes astrologisches Buch, allerdings nur "für die Schublade" und arbeitete von nun an kontinuierlich weiter. 

Seine späteren Bücher wurden Renner, weil sie verständlich und interessant geschrieben waren, aber auch den erforderlichen Tiefgang aufwiesen. Er wurde zudem ein gern gesehener und gehörter Vortragsredner auf allen wichtigen astrologischen Veranstaltungen. 

Nun fing er auch an, Unterricht zu erteilen. Ohne daß er inserierte, kamen die Schüler zu ihm. Er war 56 Jahre alt. "Manchmal staune ich, was wir in dieser Zeit alles bewältigten! Die alte Berufsschiene ging ja weiter: Immerhin hatte er noch Landfunk, die Prominentensendung 5-6 Male im Jahr, Hörspielserien und Texte für Conferancen. Dazu kamen zweimal im Jahr drei Abende in der Woche Unterricht, immer über einen Zeitraum von zwei Monaten, aber auch Seminare in Frankfurt und außerhalb." 

Das Buch ist reich illustriert, und nichts belegt die Aussagen seiner Frau besser als ein Vergleich des Fotos, das den jungen Bernd A. Mertz zeigt (S.15), mit dem des 67jährigen Mannes, der in sich ruht, dem die Astrologie "innerstes Anliegen" geworden war (S.115). 

"Ich lebte mit einem Mann zusammen, für den sich die Mitte seines Wesens dadurch [durch die Astrologie] öffnete." 

"Auf dem langen Weg vom Saulus zum Paulus hatte Bernd A. Mertz seine Aufgaben erkannt und erfüllt." 

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