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Von Brigitta Klose
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Helga Blume-Matzke: Cosmopsychologischer Verlag, ISBN 3-9806196-3-X Buchbesprechung aus: "Hamburger Hefte" 4/98 |
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Als ein Buch von Frau Blume-Matzke angekündigt wurde, war ich sehr interessiert, denn ich erinnerte mich an einige ausgezeichnete Aufsätze von ihr, in den Hamburger Heften veröffentlicht, die kenntnisreich mit viel psychologischem Einfühlungsvermögen und menschlicher Wärme die Übeltäter - Saturn, Neptun und Hades - in den Häusern beschreiben.
Die Grundlage des oben genannten Buches bildet die "Methodik I - Häuser" von Hermann Lefeldt. Frau Blume-Matzke und ihr Mann waren "zu der Auffassung gelangt, daß nach vierzig und mehr Jahren es Zeit würde, die Texte im Sinne der Tiefenpsychologie und Lebenshilfe umzusetzen." Zunächst in einem Computerprogramm eingebracht, werden diese Texte nun auch in Buchform angeboten, von Frau Blume-Matzke noch einmal überarbeitet. Aus dem Vorwort ist zu entnehmen, daß dieses Buch vor allem Lebenshilfe bieten soll und Hinweise geben, "wie er [der Horoskopeigner] mit bestimmten Problemen am besten umgehen und sie lösen soll, ganz im Sinn des Vollkommenheitsgebots und vorab zugunsten eines immer höheren Selbstwertgefühls, innerer Harmonie sowie psychischer und physischer Stabilität." Ein schönes, hohes und erstrebenswertes Ziel! Das Buch ist sowohl für den gedacht, der sein Horoskop selbst deuten möchte, wie auch für den Berater in Lebensfragen. Selbst denen, die sich noch nicht mit Astrologie beschäftigt haben, wird in einer Einführung das Wichtigste über Aufbau des Horoskops, des Tierkreises und der Häuser erklärt. Mit Hilfe von Arbeitsscheiben -Anlage zum Buch- , die auf das Horoskop gelegt werden, kann jeder feststellen, in welchen Häusern sich die Planeten finden und die Deutung in den entsprechenden Abschnitten nachlesen, bezw. sie gleich abschreiben. "So läßt sich mit Hilfe dieses Handbuches aus dem Radixhoroskop oder Geburtsbild leicht und relativ rasch ein psychologisches Charaktergutachten erstellen." S.15 Das nenne ich, ein großes Wort gelassen auszusprechen! Dem psychologisch gebildeten Astrologen, der außer der Häuserkenntnis noch vieles mehr dem Horoskop entnimmt und dann zu einer Synthese zusammenfügen kann, ist eine solche Leistung möglich. Wie aber soll der astrologische Laie aus den sich z.T. widersprechenden Aussagen der Planeten in den Häusern ein stimmiges Charakterbild entwickeln? Ohne Zusatzinformationen? Ohne fundierte Sachkenntnis? Dieses Zitat zeigt, daß Lefeldt die Häuserbetrachtung nur als die eine der Säulen der Horoskopdeutung ansah und die Planetenbilder als die zweite Säule nicht vernachlässigt wissen wollte. Darauf müßte m.E. hingewiesen werden. Zusammenfassend läßt sich sagen: Der Ansatz der Modernisierung und Erweiterung von Texten, die 1962 herausgegeben wurden, ist begrüßenswert und notwendig. Daß dabei die in Computerprogrammen übliche persönliche Anrede verwandt wird, kann den Leser unmittelbar ansprechen, ihm aber auch das - nicht gerechtfertigte - Gefühl vermitteln, diese Aussagen seien ganz individuell für ihn bestimmt und auf seine Person zutreffend. Es muß deutlich gemacht werden, daß mit der Findung der Planeten in den Häusern ein erster Schritt zur Entschlüsselung des Horoskops getan wird, daß aber zum psychologischen Charaktergutachten und einer damit verbundenen, wirkungsvollen Lebenshilfe noch andere Schritte notwendig sind, die des Beistands eines verantwortungsvollen Beraters bedürfen. In der vorliegenden Form des Buches muß diese Frage mit nein beantwortet werden. Der Vergleich von Lefeldts "Methodik I" (1962) mit dieser Neuerscheinung zeigt: Inhaltliche Übereinstimmung; Wiederkehr der Worte; Orientierung an Satzstrukturen; selbst vollständige Sätze und Satzteile werden unverändert wiedergegeben.
Damit Sie die Möglichkeit einer eigenen Urteilsfindung erhalten, habe ich wahllos 3 Textbeispiele herausgegriffen: Gegenüberstellung 1 Lefeld, Im Elternhaus, bezw. im eigenen Heim spielen Unterhaltung, Fortbildung, lernen, lesen usw. eine wichtige Rolle. Andere kommen ins Heim, um sich zu unterhalten. Die Einwirkung des 12.Hauses tut sich dadurch kund, daß man in dem Bewußtsein lebt, daß die Öffentlichkeit ausgeschlossen ist. Die Unterhaltung ist vertraulich. Es sind Gespräche im enge Kreis. Blume-Matzke, So war es schon im Elternhaus, so wird es auch im eigenen Heim sein. Unterhaltung, Fortbildung, lernen, lesen und so weiter spielen eine wichtige Rolle. Andere kommen in Ihr Heim, um sich zu unterhalten. Sehr oft leben Sie dabei im Bewußtsein, daß die Öffentlichkeit ausgeschlossen ist. So vertraulich ist dann auch die Unterhaltung. Gegenüberstellung 2 Lefeld, Das Denken bezieht sich auf organische Zusammenhänge. Daher ist es zunächst auf die Familie gerichtet, aber immer wird das Ganze gesehen. Ein Nativer mit dieser Konstellation wird, wenn er in einer Firma tätg ist, die einzelnen Abteilungen gut aufeinander abstimmen können und zu optimaler Leistung bringen. Blume-Matzke, Ihr Denken bezieht sich auf organische Zusammenhänge. Immmer sehen Sie das Ganze, ob es nun um die Familie geht oder ob Sie in einer Firma die einzelnen Ateilungen gut aufeinander abstimmen und zu optimaler Leistung bringen sollen. Gegenüberstellung 3 Lefeld, Zuwendungen durch führende Personen. Durch Protektion zu Führung gelangen. Freundschaften sind nicht immer zuverlässig wegen der Spiegelung mit dem 8. Haus. Blume-Matzke, Ihre Freunde sind Höhergestellte, und durch diese können Sie auch zur Führung gelangen. Protektion spielt eine Rolle in Ihrem Leben, und dazu können Sie auch mit Zuwendungen durch führende Personen rechnen. Auf der anderen Seite sind solche Freundschaften nicht immer zuverlässig. ***
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