Unsere astrologische Fachzeitschrift Hamburger Hefte blickt im Jahr 2020 auf eine 60-jährige Geschichte zurück, was eine Besonderheit ist.

Heinz Specht (1925-2017) hat uns bereits 1991 darauf hingewiesen, dass die Hamburger Hefte die älteste existierende deutschsprachige astrologische Fachzeitschrift ist. Am 1. Dezember 1960 wurde das erste Hamburger Heft 1/61 von Ludwig Rudolph (Witte-Verlag) an die Leser ausgeliefert. 

Der Ursprung der Hamburger Hefte waren die 1948-1953 von Ludwig Rudolph herausgegeben „Halbjahresberichte der Astrologischen Studiengesellschaft (Hamburger Schule)“. Zunächst waren die Halbjahresberichte nur als Protokolle der Hamburger Studientreffen gedacht, die von Emma Rudolph für den Hamburger Verein und für das Amtsgericht protokolliert wurden. Doch mit zunehmender Zeit wurden anstelle von Protokollen auch artikelähnliche Berichte mit größerem Aufwand veröffentlicht. Die Folge war, dass der letzte Halbjahresbericht wegen des höheren Aufwands erst mit deutlicher Verspätung veröffentlicht werden konnte. Ein weiterer Grund war, dass Ludwig Rudolph auf die Unterstützung seines Sohnes und Schwiegersohnes verzichten musste, die in jener Zeit zum Rowohlt Verlag wechselten und den gemeinsamen Hausstand des Familienunternehmens verließen.

Die ersten Hamburger Hefte sind mit den letzten Halbjahresberichten in Herstellung und Inhalt vergleichbar, wenngleich es eine Lücke von fast 7 Jahren gab. Ein Unterschied war, dass die Hamburger Hefte 4x jährlich statt 2x jährlich veröffentlicht wurden. Bis 2002 wurde der vierteljährliche Rhythmus beibehalten. Nach einer Pause, erneut 7 Jahre, werden ab 2009 die Hamburger Hefte unregelmäßig 1-2x jährlich veröffentlicht. Wegen des Verlusts unserer Redaktions-Mitglieder, die seit Jahrzehnten  tragende Säulen der Hamburger Hefte waren: Bernd Singer (1956-2019) und Brigitta Klose (1925-2020) kann 2020 kein Heft veröffentlicht werden. mf

 

 

 

 

 

 

 

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