Astronomen des Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) haben mithilfe eines Röntgenteleskops einen bisher unentdeckten sehr großen Überrest einer Supernova gefunden. Die Hoinga getaufte Entdeckung besitzt von der Erde aus gesehen eine Ausdehnung von 4,4°, d.h. eine Fläche, die der 90-fachen Größe der Mondscheibe spricht.

Hoinga am Himmelsglobus

Der Bereich befindet sich außerhalb der galaktischen Ebene im Sternbild Hydra (Wasserschlange) bei den Koordinaten l = 249,5° und b = 24,5°. Ekliptikal entspricht dies etwa den Anfangsgraden des tropischen Tierkreiszeichens Jungfrau, allerdings mit erheblicher südlicher Abweichung zur Ekliptikebene.  

 

Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE)
Hoinga - der größte Supernova-Überrest, der jemals im Röntgenlicht gefunden wurde
Hoinga: The largest supernova remnant ever discovered with X-rays

P.S.: Herzlichen Dank an Hannelore Hämmerle (press officer MPE) für persönlichen Kontakt. Ich hatte das Wort "Fläche" übersehen und nur an die lineale Ausdehnung gedacht (9 Mondscheiben). Im Text des MPE ist jedoch die gesamte Fläche gemeint, die die Ausdehnung des Supernova-Rest umfasst. mf

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