Die Absicht, eine eigene Zeitschrift für die Anhänger der Hamburger Schule herauszugeben, wurde 1926 angekündigt. Also zu einer Zeit, die noch vor der Gründung des Witte-Verlags lag (1927). Siehe Bild links - klick auf das Bild für Details.
Der vermutlich erste erfolgreiche Versuch einer Zeitschrift wurde erst nach der Gründung des Witte-Verlags mit "Astrologische Studien, Mitteilungen der Hamburger Schule" verwirklicht. Auf rund 20 Seiten wurden hauptsächlich Protokolle der Studienabende in Artikelform wiedergegeben, die von Alfred Witte und Ludwig Rudolph geleitet wurden (1929). Es ist nur eine Publikation bekannt, die im hektografischen Abzugsverfahren (vergleichbar mit einer "Fotokopie") hergestellt wurde.
Es folgte 1936 eine weitere Schrift mit ähnlichem Titel in gedruckter Form "Astrologische Studien". Auf 95 Seiten wurde von verschiedenen Autoren Artikel veröffentlicht.
Als nennenswerten Vorläufer der "Hamburger Hefte" können die "Halbjahresberichte der Hamburger Schule" (1948-1953) gesehen werden, die unter der Federführung von Ludwig Rudolph Witte-Verlag herausgegeben wurden. Zunächst als Protokolle für die Mitglieder gedacht, waren die letzten Ausgaben bereits den späteren Hamburger Heften sehr ähnlich. Die Produktion erfolgte als Hektografie. Wegen des höheren Aufwands (Artikel statt Protokolle und erhöhte Seitenzahl), wurde der letzte Halbjahresbericht mit mehrjähriger Verspätung veröffentlicht.
Ab dem 1. Dezember 1960 wurden die Hamburger Hefte erstmals veröffentlicht.
Wie zuvor wurden die "Hefte" als Hektografie im DIN A4 Format hergestellt (Jahrgänge 1961-1965, ca. 60 Seiten je Ausgabe). Für dieses Abzugsverfahren wurde ein saugfähiges Papier benötigt, welches heute leider nicht mehr verkehrsfähig ist. Es wäre ein Alptraum für Allergiker. Ein weiterer Nachteil des Abzugsverfahrens ist, dass stellenweise Seiten zu wenig eingefärbt wurden. Diese Vorlage wirkt sich auf die Nachproduktion aus, die wir seit 2005 in unterschiedlicher Form anbieten.
Ab 1966 wurde auf das handlichere A5-Format gewechselt und die Herstellung einer Druckerei übergeben. Von 1966-1986 blieb das Format erhalten, mit i.d.R. 36 Heftseiten. Von 1987-1995 wurde auf das größere A4-Format (ca. 54 Seiten) zurück gewechselt. Ein größeres Format und erhöhter Seitenumfang führte zu einer Überforderung des Verlages. 1995 stand die Herausgabe der Hefte vor dem Ende. Michael Feist (damals "Edition Astrologic") übernahm die Herausgabe der Hefte und sicherte damit den traditionsreichen Fortbestand. Es folgte wieder ein Wechsel des Formats von A4 auf A5. Bis 2002 wurden die Hefte regelmäßig 4 x im Jahr herausgegeben. Aus zeitlichen Gründen folgte eine Pause und ab 2009 die Herausgabe in unregelmäßigen Abständen. Das bislang letzte Hamburger Heft, Nr. 181, 96 Seiten, wurde zum 60. Jubiläum der Hamburger Hefte herausgegeben.

